Portugal ist günstig, gastfreundlich und hat eine der attraktivsten Küstenstraßen Europas. Die Atlantikwinde machen es zum Paradies für Surfer und Frischluftfans – selbst im Hochsommer bleibt die Westküste angenehm kühl.
Wann ist die beste Reisezeit?
April bis Juni ist ideal: angenehme Temperaturen (18–24 °C), wenig Touristen, günstiger als im Sommer. Wildblumenfelder im April/Mai besonders schön.
September und Oktober: Meerwasser noch warm (20–22 °C), kaum Andrang, gute Stellplatzverfügbarkeit.
Juli und August: Algarve extrem voll, teure Campingplätze. Westküste (Costa Vicentina) ist kühler und ruhiger – hier lohnt sich der Sommer-Roadtrip.
November bis März: Günstig und ruhig, aber regenreich. Viele Campingplätze geschlossen oder nur Wochenende geöffnet.
Route: Porto bis Algarve (10–14 Tage)
| Etappe | Strecke | Highlights |
|---|---|---|
| Porto → Aveiro | 70 km | Moliceiros-Boote, Azulejo-Bahnhof |
| Aveiro → Figueira da Foz | 50 km | Atlantikküste, Dünen |
| Figueira → Nazaré | 70 km | Riesenwellen (Herbst/Winter), Altstadt auf dem Hügel |
| Nazaré → Óbidos | 50 km | Mittelalterliche Stadt komplett von Mauer umgeben |
| Óbidos → Sintra | 80 km | Palácio da Pena (UNESCO), Cabo da Roca |
| Sintra → Setúbal | 60 km | Naturpark Arrábida, türkises Wasser |
| Setúbal → Comporta | 60 km | Reisstrandfelder, Flamingos |
| Comporta → Sines → Sagres | 230 km | Costa Vicentina, Cabo de São Vicente (Südwestspitze Europas) |
| Sagres → Lagos → Faro | 120 km | Algarve-Felsklippen, Grotten, Strände |
Gesamtdistanz: ca. 1.000–1.400 km
Wildcamping in Portugal
Portugal hat die entspanntesten Wildcampingregeln in Westeuropa:
- Erlaubt außerhalb von Städten, Naturschutzgebieten und privaten Grundstücken
- Verboten in Naturparks (z. B. Costa Vicentina) – hier gibt es aber günstige Campingplätze
- 2-Nächte-Regel in der Praxis: Länger bleiben ist möglich, aber nicht formal erlaubt
- Auf Stränden generell verboten, aber an Küstenstraßen oft geduldet
App-Empfehlung: iOverlander und Park4night zeigen bewertete Wildcampingplätze an der Küste.
Maut in Portugal
Portugal hat ein ausgebautes Mautsystem (Auto-estradas). Besonderheit: Auf der A22 (Via do Infante durch die Algarve) gibt es keine Mautstellen – du wirst automatisch per Kamera erfasst.
Wichtig: Als Tourist mit ausländischem Fahrzeug musst du dich entweder beim Easytoll-System registrieren (tollservice.pt) oder eine Portugal Toll Card an Tankstellen kaufen. Ohne Registrierung riskierst du hohe Nachberechnungen.
Autostradas für die Hauptroute kosten ca. 20–30 € gesamt.
Budget Portugal
| Position | Richtwert |
|---|---|
| Diesel (je Liter) | 1,60–1,80 € |
| Campingplatz Ø | 15–25 €/Nacht |
| Wildcamping | kostenlos |
| Lebensmittel Supermarkt (Pingo Doce, Continente) | 15–25 €/Tag für 2 |
| Maut gesamt | 20–35 € |
| Gesamtbudget (2 Personen, 12 Tage) | 900–1.400 € |
Portugal ist nach Spanien das günstigste Campervan-Ziel in Westeuropa.
Mobilfunk & Internet
EU-Roaming gilt in Portugal. Abdeckung an der Küste gut, in der Alentejo-Fläche stellenweise schwach.
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Wichtigste Tipps
- Mautsystem Portugal vorab klären – ohne Registrierung teure Nachforderungen
- Sintra früh morgens – Palácio da Pena ist um 8 Uhr leer, ab 10 Uhr voll
- Costa Vicentina statt Algarve im Hochsommer – Naturpark, weniger Betrieb, traumhafte Steilküste
- Pingo Doce und Continente für Einkäufe – günstigste Supermärkte
- Diesel in Spanien tanken – oft 10–15 Cent günstiger als in Portugal
Weiterführende Guides: Routenplanung Schritt für Schritt · Autark campen · Internet im Camper