Campervan mieten – Was du wissen musst
Welche Größe für welche Reise, welche Kosten versteckt im Kleingedruckten stecken und was du bei der Übernahme unbedingt prüfen solltest.
Welche Campervan-Größe ist die richtige?
Kleines Wohnmobil / Van
Flexibel in der Stadt, günstige Stellplätze, überall parkbar
Wenig Stauraum, kein Stehplatz, enger bei Schlechtwetter
Paare, Kompromiss-Reisende, kurze Trips
Mittleres Wohnmobil
Stehplatz möglich, mehr Küche und Stauraum, Allrounder
In Stadtzentren manchmal eingeschränkt, höhere Mietkosten
Paare die komfortabel reisen, Kleinfamilien
Großes Wohnmobil / Alkoven
Viel Raum, feste Betten, Nassraum, Vollküche
Eingeschränkt in Bergregionen, viele Stellplätze haben Längenlimits
Familien, lange Reisen, komfort-orientierte Paare
VW-Bus / Hochdach-Van
Günstigster Einstieg, flexibel, als Alltagsauto nutzbar
Kein eigenes Bad, kleines Bett, wenig Platz bei Schlechtwetter
Solo-Reisende, Paare mit Outdoor-Affinität
Drei Fragen, die die Wahl entscheiden
Festes oder umgebautes Bett?
Ein festes Bett (ohne Umbauen) macht den Alltag komfortabler. Besonders bei längeren Reisen und Menschen, die abends entspannen statt aufräumen wollen. Kosten ca. 20–40 €/Tag mehr.
Eigenes Bad oder Campingplatz-Sanitär?
Eigenes Bad (Dusche + WC) gibt Unabhängigkeit, kostet aber mehr und braucht ein größeres Fahrzeug. Gute Campingplätze haben gute Sanitäranlagen – für viele ist das ausreichend.
Autark oder mit Strom-Anschluss?
Autarkes Fahren (Solar, Batterie) gibt Freiheit auf Wildstellplätzen. Wer hauptsächlich auf Campingplätzen steht, braucht keine große Batterie – der 230V-Anschluss liefert alles.
Was kostet ein Campervan-Roadtrip wirklich?
Vollständige Kostenliste – die versteckten Posten sind oft größer als die sichtbaren.
Tagessatz × Reisetage. In Hochsaison 30–60 % teurer als Nebensaison.
Viele Anbieter haben inkl. km-Limit. Mehrstrecke kostet 0,10–0,25 €/km extra.
1.000–3.000 € Kaution üblich. Kreditkarte nötig. Vollkasko prüfen.
Haftpflicht inklusive, Vollkasko oft extra (8–25 €/Tag). Unbedingt abschließen.
Oft obligatorisch oder gegen Aufpreis buchbar. Eigene Reinigung spart 50–150 €.
Manche Anbieter verlangen Rückgabe mit vollem Tank. Auf Startfüllung achten.
In Norwegen, Schottland und Italien können Fähren pro Strecke 30–80 € kosten.
15–45 €/Nacht auf Campingplätzen, 0–15 € auf freien Stellplätzen (wo erlaubt).
Beispiel-Budget: 10 Tage Norwegen-Roadtrip für 2 Personen
Norwegen ist teuer – Lebensmittel und Fähren kosten hier mehr als in Südeuropa. DACH-Roadtrip: ca. 40–50 % günstiger.
Checkliste: Das musst du vor und bei der Buchung prüfen
- ✓ Kilometerkilimit und Mehrkilometer-Preis prüfen
- ✓ Vollkaskoversicherung mit oder ohne Selbstbeteiligung klären
- ✓ Kautionshöhe und Zahlungsart (Kreditkarte meist Pflicht)
- ✓ Fahrberechtigung: Führerscheinklasse B reicht meist, bei > 3,5 t manchmal C1 nötig
- ✓ Mindestalter: viele Anbieter fordern 21–25 Jahre
- ✓ Zusatzfahrer eintragen lassen – nicht nachträglich möglich
- ✓ Rückgabe-Uhrzeit beachten – Überschreitung kostet einen ganzen Tagessatz
- ✓ Auslandszulassung: Manche Anbieter erlauben bestimmte Länder nicht
- ✓ Unfallprotokoll und Notfallnummer des Anbieters abspeichern
- ✓ Übernahme-Protokoll fotografisch dokumentieren – jeden Kratzer festhalten
Weiterführende Ratgeber
Routenplanung
Tagesetappen, Stellplatz-Apps und Planungsfehler vermeiden.
StromStrom im Camper
Powerstation, Solar und autarkes Fahren.
ZubehörCampervan-Zubehör
Stauraum, Komfort und kleine Upgrades für den gemieteten Van.
PacklisteCampervan-Packliste
Was wirklich mit muss – und was nur Platz kostet.
SicherheitSicherheit im Camper
GPS, Schlösser und was unterwegs wirklich zählt.
InternetInternet im Camper
SIM, eSIM und Router – überall vernetzt bleiben.